Foto: Steinkauz - Walter Batzler

Was man beim Anbringen und Bauen der Brutröhren beachten muss

Gute Nachrichten vom Steinkauz: Erstmals seit vielen Jahren wurde in Kraichtal wieder eine Steinkauz-Brut nachgewiesen. Schon vor über 20 Jahren hat der NABU Kraichtal in Zusammenarbeit mit den Nachbarortsgruppen Oberderdingen und Bretten damit begonnen rund 30 Nisthilfen in alten Obstbäumen anzubringen. Kürzlich wurde nun eine Brut in einer dieser Röhren dokumentiert. Ob die Röhre schon für frühere Bruten genutzt wurde, ist leider nicht bekannt. Ein langer Atem ist aber immer gut wenn man der Natur helfen will.

Der Steinkauz ist eine der kleinsten Eulen in Baden-Württemberg. Mit einem Gewicht von bis zu 200 g erreicht er Amselgröße. Im Gegensatz zu den meisten Eulen ist der Steinkauz auch tagaktiv. Sein Lebensraum sind offene, mit Baumreihen und Feldgehölzen durchsetzte Kulturlandschaften, die mit einem ausreichenden Angebot an geräumigen Bruthöhlen und Tageseinständen ausgestattet sind. Die Hauptnahrung sind Bodentiere der offenen Landschaft, vor allem Kleinsäuger bis zur Maulwurfgröße, aber auch Insekten und Regenwürmer, die bis zu 75% der Beutetiere ausmachen. Bis in die 60er Jahre war der Steinkauz als Brutvogel hier weitverbreitet.

Foto: Steinkauz von H.-O. Gässler

Seit Jahren bemüht sich der NABU-Kraichtal e.V. hinsichtlich der Wiederansiedlung des Steinkauzes. Im Oktober 2010 wurden die bereits 15 bestehenden Röhren durch eine Spende von der Planungsgesellschaft Bresch Henne Mühlinghaus aus Bruchsal auf 30 Röhren aufgestockt.

 Foto: Steinkauz Nisthilfe