Foto: Walter Batzler

Nach zwei Jahren Corona-Pause fand am 08. Mai 2022 endlich wieder eine Vogelstimmenführung in Gochsheim statt. Pünktlich um 6 Uhr trafen sich am Gochsheimer Bahnhof 23 Vogelfreunde. Unter der Führung von Thomas Bratzel ging es durch die abwechslungsreiche Gochsheimer Landschaft, vorbei am Feuchtgebiet „Tonbergsee“, durch Streuobstwiesen und Hohlwege. Mit den mitgeführten Spektiven (Fernrohren) und Ferngläsern wurden 38 verschiedene Vogelarten bestimmt und beobachtet. So auch typische Vogelarten der Streuobstwiesen wie der Gartenrotschwanz und die Goldammer. Nach beinahe vier Stunden endete die Führung wieder am Gochsheimer Bahnhof.

Foto: Walter Batzler

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und an Thomas Bratzel für die abwechslungsreiche und kompetente Führung.

Im Jahr 2021 konnten in Kraichtal vier Bruten des Bienefressers dokumentiert werden. Zwei Bruten fanden in der vom NABU-Kraichtal e.V. freigelegten Löswand statt. Um weitere Brutmöglichkeiten für den Bienenfresser zu  ermöglichen hatte der NABU-Kraichtal e.V. spontan am 21. April 2022 einen Arbeitseinsatz. Nach Absprache mit der Stadt Kraichtal (Frau Kassner) erweiterten Thomas Bratzel, Stefan Beilherz und Walter Batzler die "Bienenfresser-Wand".  Die ursprünglich freigelegte Löswand wurde von 12 auf 18 Meter verlängert. Zusätzlich wurde ein zweiter Abschnitt mit einer Länge von 5 Metern für den Höhlenbrüter erschlossen. Nun sind wir gespannt, ob die Kraichtaler Kolonie 2022 weiter wachsen wird.

Foto: Thomas Bratzel und Stefan Beilherz beim Freilegen der Wand

Foto: Walter Batzler

Ende März / Anfang April kommen die Wiedehopfe aus ihren Winterquartieren zurück und suchen nach Nistmöglichkeiten. In den Wintermonaten hat der NABU Kraichtal wieder zahlreichen Nisthilfen für den Wiedehopf aufgestellt. Zusätzlich wurden noch einige Nistkästen zurückgehalten um spontan auf Sichtungen reagieren zu können. Wir bitten die Kraichtaler Bürger um Unterstützung für den Wiedehopf. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie einen Wiedehopf sehen, damit wir gegebenenfalls noch den ein oder anderen Nistkasten aufstellen können.

Kontakt: Walter Batzler 0151 / 20 15 15 00, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kopfweiden sind ein Kulturgut. Früher hatten Kopfweiden zudem eine große wirtschaftliche Bedeutung, denn sie lieferten die Weidenruten, aus denen Körbe in allen Größen und Formen geflochten wurden. Auch verwendetete man Weideruten für den Bau von Fachwerkhäusern: Die Felder des Fachwerks wurden innen mit einem Weidengeflecht versehen und anschließend mit Lehm ausgefacht.

Foto: Walter und Mathias (fehlt auf dem Bild) schneiden jedes Jahr die Weiden Eingang Bahnbrücken.

Ebenfalls hoch ist der ökologische Wert von Kopfweiden. In den Baumhöhlen alter Kopfweiden leben beispielsweise Feldermäuse und Steinkäuze. Auf Rinde, Blättern und Trieben sind rund 400 verschiedene Insektenarten zu Hause.

Schon vor Jahrhunderten haben unsere Vorfahren Feldraine angelegt, um den Boden vor Erosion zu schützen und die Felder besser bewirtschaften zu können. Auf diesen Feldrainen sind dann die meisten unserer Hecken entstanden. Folglich sind Hecken meistens langgezogene Pflanzenstrukturen, die äußerst wichtige Funktionen in der Natur erfüllen.

Sie bieten einerseits Schutz, aber auch Brut- und Nahrungsplatz für eine Vielzahl von Vogel-, Insekten- und weiteren Tierarten. So finden dort z.B. Neuntöter, Goldammer und unsere gesamten Grasmückenarten ihre Brutmöglichkeiten. Igel finden hier ebenso Unterschlupf wie das gesamte jagdbare Wild, insbesondere Fasan, Feldhase und wenn noch vorhanden auch dem Rebhuhn. Wer sich schon einmal eine breite und dichte Schlehenhecke genauer angeschaut hat, weiß wieso sich Vögel und Kleingetier darin sicher fühlen und Schutz finden.

Foto: Mathias Kaiser