Am Sonntagabend, den 25.10.2020 wurde NABU-Mitglied Walter Batzler zu einer Waldkauz-Rettungsaktion gerufen. Was war geschehen?

Spaziergänger hatten kurz zuvor beim Pfannwaldsee einen Waldkauz beobachtet, der hilflos an einem Baum festhing. Diese Beobachtung wurde an den Vogelexperten Ulrich Weiß gemeldet, der daraufhin Walter Batzler um Unterstützung bat. Auch die ganze Familie Weiß war sofort bereit in diesem Notfall zu helfen.

Foto: Walter und der gerettete Waldkautz

Vogelkundler und Insektenforscher aus Baden-Württemberg warnen eindringlich vor einem drastischen Insektensterben. Als Beleg legen sie eine neue Studie von der Schwäbischen Alb vor.

"Was wir heute noch sehen, ist niederschmetternd", sagte der Leiter der Forschungsstation Randecker Maar, Wulf Gatter, am Donnerstag in Stuttgart. Wissenschaftliche Zählungen hätten mit Blick auf die vergangenen 50 Jahre einen Rückgang der sogenannten wandernden Insekten auf der Schwäbischen Alb um 97 Prozent ergeben. Vom Einbruch der Zahlen seien vor allem Schwebfliegen, aber auch Waffenfliegen und Schlupfwespen betroffen.

Das Randecker Maar am Rand der Schwäbischen Alb ist ein ehemaliger Vulkanschlot. Dort ziehen auf einer Breite von über sechs Kilometern Vögel und Insekten von Nord nach Süd und können beim Durchflug gut erfasst werden. Über 600 Mitarbeiter aus Deutschland und Europa haben sich in den letzten 50 Jahren im Rahmen von jährlich rund 100 Tage dauernden Arbeits- und Forschungsprogrammen an der wissenschaftlichen Studie beteiligt. Quelle: SWR.de

Die Natur in Europa ist bedroht. Und das gleich von mehreren Seiten. Intensive Land- und Forstwirtschaft verdrängen viele Tier- und Pflanzenarten. Eine Ausbreitung der Siedlungsgebiete zerstört spezielle Lebensräume wie Dünenlandschaften und felsige Gebiete. Und Umweltverschmutzung tut ihr Übriges. Dadurch geht die biologische Vielfalt weiter drastisch zurück, wie ein in Kopenhagen vorgestellter Bericht zeigt. State of the nature in the EU

Der NABU ruft erstmals die Bevölkerung in Deutschland dazu auf, den „Vogel des Jahres 2021“ selbst zu wählen. Ab sofort kann jede*r unter www.vogeldesjahres.de den eigenen Lieblingsvogel nominieren. 

Foto: Mittelspecht

Im Zusammenhang mit der Diskussion um das Thema Bienen- und Insektensterben und Erhaltung der Artenvielfalt hat sich der NABU-Kraichtal entschlossen im Sommer 2019 3 Grundstücke (45 Ar) in Kraichtal-Unteröwisheim zu kaufen. Lage der Grundstücke: Gewann „Schnurren“, „Gweidach“ und „Klumpbrunn“.

Foto: Am 6. August 2020 wurde ein Informationsschild mit dem Titel „Insekten-Tankstelle“ aufgestellt.