Das Landwirtschaftsministerium hat den ersten Bericht zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln vorgelegt. Er soll Orientierung darüber geben, wie es mit der Reduktion läuft. Quelle: SWR vom 18.11.2021

In Baden-Württemberg werden im Jahr durchschnittlich rund 1.900 Tonnen chemisch-synthetische Wirkstoffe aus Pestiziden ausgebracht. Das steht im ersten Bericht des Landes zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Der weitaus größte Teil der in Baden-Württemberg ausgebrachten Pestizide entfällt auf die Landwirtschaft: rund 98 Prozent, unter anderem auf den Ackerbau, den Obst- und Weinbau und den Anbau von Gemüse. Hier werden vor allem Mittel gegen Unkraut und Pilze gespritzt.

Forscher der Karlsruher Landesanstalt für Umwelt und des Naturkundemuseums haben erstmals eine wissenschaftliche Grundlage für das Insektensterben im Land vorgelegt. Die Zahlen sind alarmierend. Quelle: SWR.de

Über das Insektensterbern wird immer wieder gesprochen,  doch es fehlte eine wissenschaftliche Grundlage für Baden-Württemberg - bis jetzt. Die Karlsruher Experten und Expertinnen der Landesanstalt für Umwelt und Naturschutz (LUBW) sammeln zwar erst seit drei Jahren belastbare Zahlen über Arten und Verbreitung von Insekten in Baden Württemberg - viel zu kurz für eine wissenschaftliche Betrachtung. Doch nun konnten sie auf die Daten des Karlsruher Naturkundemuseums zurückgreifen. Dort werden bereits seit Anfang der 70er Jahre Nachtfalter gesammelt und erforscht.

Beschreibung: Bedeutung der biologischen Vielfalt für Erde und Mensch       Diskussion - Biodiversität und Landwirtschaft

„Frau Böhning-Gaese hat in ihrer langjährigen Forschung einen enormen wissenschaftlichen Beitrag geleistet, damit wir begreifen, welche dramatischen Folgen der Artenverlust für Menschen und das gesamte Zusammenwirken des Planeten hat“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Quelle: DBU.de

Osnabrück/Darmstadt. In diesem Jahr wird der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) einer international renommierten Wissenschaftlerin für ihre Spitzenforschung zur Bedeutung der biologischen Vielfalt für Erde und Mensch verliehen: Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese (56), Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klimaforschungszentrums.

30 Jahre Arten- und Biotopschutzprogramm Baden-Württemberg. Bei Gültlingen (Kreis Calw) besuchte Umweltministerin Walker (Grüne) eines der letzten Vorkommen des Kreuzenzians. Quelle: SWR vom 23.9.2021

Dort kommt auch noch der Kreuzenzian-Ameisenbläuling vor. Die seltene Schmetterlingsart braucht bestimmte Wiesen und Blumen, um sich zu vermehren. Viele solcher Arten gibt es nur noch, weil es das Artenschutzprogramm Baden-Württemberg gibt, wie es aus dem Umweltministerium heißt.

Nach dem Erfolg im Pestizid-Streit in Baden-Württemberg fordert der Naturschutzbund nun bundesweit Daten zum Pflanzenschutzmittel-Einsatz. Damit stehen Landwirte unter Zugzwang. Quelle: SWR 15.09.2021

Um Gewässer zu schützen und effektiver gegen Insektensterben vorzugehen, will der Naturschutzbund Deutschland (NABU) den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln besser überwachen. Dafür hat der Nabu die bundesweite Einsicht in die Daten zu eingesetzten Pestiziden in der Landwirtschaft gefordert. "Ohne die Daten und Transparenz irren wir im Nebel rum", sagte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger am Mittwoch.