6. Januar 2017 - Es mangelt an günstigem Wohnraum in Baden-Württemberg. Viele begrüßen es deshalb, wenn neue Baugebiete leichter ausgewiesen werden. Die Umweltverbände jedoch warnen und stellen konkrete Forderungen. (Quelle: SWR.de)
 
Pro Tag werden derzeit in Baden-Württemberg 5,2 Hektar Fläche verbraucht. Das summiert sich auf 20 Quadratkilometer pro Jahr.
 
Die Landesregierung solle den täglichen Flächenverbrauch in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 auf drei Hektar pro Tag senken, forderten die Naturschutzverbände NABU und BUND am Freitag im Rahmen des bundesweit größten Naturschutztreffen, der Naturschutztage in Radolfzell. Bis 2025 sollten gar keine Freiflächen mehr bebaut werden dürfen. Die Verbände kritisierten aktuelle Bestrebungen, naturschutzrechtliche Auflagen zu schwächen, heißt es in einer Mitteilung.

05. Januar 2017

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
Sehr geehrter Herr Minister Hauk, Sehr geehrter Herr Minister Untersteller,


wir haben mit Freude gehört, wie Sie, Herr Ministerpräsident, anlässlich des Parteitages der Grünen in Schwäbisch Gmünd am 19. November so engagierte und deutliche Worte zum Thema "Insektensterben" gefunden haben. Dies Thema war vor einigen Monaten in den Medien präsenter, mittlerweile ist es um das Thema wieder ziemlich still geworden. Es kann aber keinen Zweifel geben, dass das Insektensterben von grosser Tragweite ist für die Landwirtschaft, für die Ökosysteme und die Biodiversität in unserem Land, und nicht zuletzt für uns alle, die sich einen Frühling ohne Schmetterlinge nicht vorstellen können.

Wilde Möhre mit Siebenpunkt-Marienkäfer - Foto: Helge May

Wilde Möhre mit Siebenpunkt-Marienkäfer - Foto: Helge May

1. Dezember 2016 - Ein halbes Jahr und 500 verkaufte Organic-Decken später hat die Firma Billerbeck heute erneut den NABU Kraichtal zu Gast gehabt und eine weitere Spende über 500 Euro überreicht. Nachhaltige und faire Produkte erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit und wir freuen uns diesen Erfolg weitergeben zu können.

Bild: Die Eberesche von der Firma Billerbeck wurde auf dem NABU Grundstück im Kachler von Mathias und Josefine gepflanzt.

 

19. November 2016 - Der 34-Jährige wurde am Samstag (19.11.) im Rahmen der NABU-Landesvertreterversammlung in Stuttgart von den Delegierten der NABU-Gruppen gewählt. Enssle tritt die Nachfolge von Andre Baumann an, der im Mai als Staatssekretär ins Umweltministerium gewechselt und daher aus dem Amt ausgeschieden war.

„Ich freue mich sehr über das Mandat und bedanke mich für das große Vertrauen, das die NABU-Delegierten in mich setzen“, sagte Enssle nach der Wahl. „Gemeinsam mit der großen NABU-Familie werde ich mit voller Kraft den erfolgreichen Weg meines Vorgängers Andre Baumann fortführen und weiter für die zentralen Ziele des NABU kämpfen: für mehr lebendige Vielfalt in Wäldern und Mooren, auf Äckern, Wiesen und Weiden. Für eine naturverträgliche Energiewende, für das europäische Naturschutzprogramm Natura 2000 und für ein Baden-Württemberg, in dem der Naturschutz einen hohen Stellenwert hat."
 
NABU-Präsident Olaf Tschimpke (links) übergibt  dem ehemaligen Vorsitzenden Andre Baumann die Goldene Ehrennadel. - Foto: Bianka LungwitzJohannes Enssle - Foto: Bianka Lungwitz

Bild links: Johannes Enssele. Bild rechts: NABU-Präsident Olaf Tschimpke übergibt dem ehemaligen Vorsitzenden Andre Baumann die Goldene Ehrennadel. - Foto: Bianka Lungwitz

25. Oktober 2016 - Wissenschaftler fordern Sofortmaßnahmen gegen Artenschwund. Extreme Rückgänge bei Insekten, insbesondere bei Wildbienen.

Das Fehlen der wichtigen Bestäuber gefährdet die Nahrungskette - Foto. Helge May

Das Fehlen der wichtigen Bestäuber gefährdet

die Nahrungskette - Foto. Helge May

Ganze Landstriche ohne bestäubende Insekten – in China schon heute Wirklichkeit. Dort müssen Bäume und Pflanzen bereits von Hand bestäubt werden, und in wenigen Jahren könnte es auch in Deutschland so weit sein. Denn neueste Forschungsergebnisse zeigen: Auch bei uns ist der Bestand von Wildbienen und anderen Insekten drastisch gesunken. Wenn dieser Trend sich fortsetze, so Experten, sterben sie in weniger als zehn Jahren aus. Die Folgen wären eine ökologische Katastrophe, die nicht zuletzt massive wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe für die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion mit sich bringen würde. Daher unterzeichneten 77 Forscher in diesem Monat bei einer gemeinsamen Biologen-Fachtagung des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart und der Universität Hohenheim eine Resolution an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und fordern Sofortmaßnahmen, um den drastischen Rückgang von Wildbienen und anderen Insekten zu stoppen.