Auch dieses Jahr hat der NABU Kraichtal mit tatkräftiger Unterstützung durch die Jugendfeuerwehr Gochsheim wieder einen mehrere hundert Meter langen Krötenzaun bei Oberacker aufgebaut um die Amphibien bei ihrer Wanderung zum Laichgewässer vor dem Verkehrstod zu bewahren. Bei nasskaltem Wetter hatten sich wieder fast 10 freiwillige Helfer der Jugendfeuerwehr eingefunden um den Zaun aufzubauen.
Seit Jahren ist festzustellen, dass die Anzahl der Amphibien stetig und sehr deutlich abnimmt. Noch vor ca. 15 Jahren wurden fast 800 Amphibien gezählt. Seit 2020 waren es durchschnittlich nur noch ca. 150 Tiere, im Jahr 2024 sogar nur noch 35 Kröten.

Foto: Walter Batzler
In diesem Jahr gab es Ende Februar endlich wieder einmal ideales Wetter für eine Krötenwanderung: Regen und Temperaturen um ca. 10 Grad. Zu unserer großen Überraschung und Freude konnten wir bisher annähern 500 Amphibien sicher zu ihren Laichgewässern bringen.
Auch an den neuen Laichgewässern, die wir Ende letzten Jahres angelegt haben, wurden bereits erste Laichballen gefunden. Die Gewässer werden also von den Amphibien sofort angenommen.
Ganz herzlichen Dank an die Jugendfeuerwehr Gochsheim für die große Hilfe beim Aufbau de Krötenzauns und an die ehrenamtliche Helfer des NABU für die täglichen Kontrollen.
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Am Freitag den 6. und Samstag den 7. Februar haben wir auch dieses Jahr wieder, gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Unteröwisheim, einen Baumschnittkurs organisiert. 24 Teilnehmende wurden am Freitag in die Theorie eingeführt und konnten das Gelernte am folgenden Tag in die Praxis umsetzen. Kursleiter Wolfgang Bauer von OGV vermittelte fachkundig die wichtigsten Informationen in Theorie und Praxis. Am Praxistag konnten die Teilnehmenden in kleinen Gruppen sowohl junge- als auch alte Bäume schneiden.

Foto: Walter Batzler
Vielen Dank an Wolfgang Bauer für die Kursleitung und an alle Teilnehmende für ihr großes Interesse und Engagement für die Pflege unserer Streuobstbäume.
Die Bestände der Amphibien sind seit Jahren stark rückläufig.
Wichtig für die Bestandsentwicklung: Frösche, Kröten, Molche und Salamander benötigen in der Laichzeit passende Gewässer.
Viele der einst vorhandenen Tümpel und Quellen sind aber durch Jahrzehnte rückläufigen Niederschläge und immer länger werdende Trockenphasen ausgetrocknet, andere durch Baumaßnahmen oder Besiedelung verschwunden.
Die Nabu Ortsgruppe betreut seit dem Jahre 2002 den Krötenzaun am Herrenwald, nahe dem Kreisel in Oberacker.

Foto: das neu erschaffene Laichgewässer für Amphibien
Weiterlesen: Nabu Kraichtal schafft neue Laichmöglichkeiten für Amphibien
Pünktlich Anfang April waren die ersten Rufe des Wiedehopfs in Kraichtal zu hören. Gleich mehrere rufende Männchen konnten in einigen Stadtteilen gehört und mit etwas Glück sogar beobachtet werden. Schon nach wenigen Wochen hatten sich offensichtlich die Paare gefunden. Ab Juli erhielt NABU Vorstand Walter Batzler immer wieder Anrufe und Nachrichten über Wiedehopf-Sichtungen, zum Teil sogar mit Jungvögeln. Mindestens eine erfolgreiche Brut fand auch dieses Jahr wieder in einem NABU-Nistkasten statt. Wir sind glücklich und Stolz, dass unsere jahrelange Arbeit für die Wiederansiedlung des Wiedehopfes in Kraichtal nun schon seit mehreren Jahren Erfolge zeigt.
Herzlichen Dank an alle Bürger die uns während des Jahres über Sichtungen informiert haben. Diese Informationen sind sehr wichtig damit wir auch in Zukunft gezielte Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung dieser herrlichen Vögel ergreifen können.
Falls Sie uns bei den Naturschutzprojekten unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Walter Batzler 0151 / 20 15 15 00. Wir informieren Sie gerne über unsere zahlreichen Naturschutzprojekte.

In der ersten Augustwoche veranstalteten der NABU Kraichtal und einzigArt gemeinsam ein viertägiges Ferienprogramm unter dem Motto „Rauszeit“. Die Leitung des Programms lag in den Händen von Bettina Hartlieb von einzigArt.

Foto: Samuel Ziegler (Walter Batzler)